Start / Rund ums Tanzen

RUND UMS TANZEN

Das Erlernen des Welttanzprogramms (WTP) ist ein unverzichtbarer Baustein auf dem Weg zum Traumberuf. Wer schon als Jugendlicher oder Kind in einer ADTV Tanzschule tanzt, lernt nicht nur seine ersten Schritte auf dem Tanzboden. Gezielte Übungshinweise bei den Kleinen und ein methodischer Unterrichtsaufbau schaffen eine Basis für eine spätere tänzerische Ausbildung. Auch für die Teens werden mit dem WTP und beim Medaillentanzen Grundsteine für eine spätere Ausbildung gelegt.
Haben wir Ihr/Dein Interesse für den Beruf des ADTV Tanzlehrers geweckt? Dann sprechen Sie uns an, wir bilden Sie aus. Mehr Informationen über den schönsten Beruf der Welt finden Sie unter:

ADTV-Tanzlehrer/in—
Ein Berufsbild, das weit mehr beinhaltet, als Schritte zu lehren! –

Machen Sie lebendige Erfahrungen! Mit sich… mit uns…!!

Die Berufsausbildung im ADTV umfasst eine praktische, tänzerische, fachlich-theoretische und überfachliche Ausbildung, die sich am Berufsbildungsgesetz orientiert.
Diese betriebliche Ausbildung beginnt jeweils zum 1.8., 1.9. oder 1.10. eines Jahres in einer anerkannten Ausbildungsschule des ADTV mit einer dreijährigen Lehre. Dazu begleitend findet bis zu drei Mal vormittags fachlich-theoretischer und tänzerischer Unterricht in einer autorisierten ADTV Berufsausbildungsschule statt. Weitere berufsbegleitende Inhalte werden außerbetrieblich in Seminaren vermittelt.

Neben der Ausbildung im Gesellschaftstanz gehören zur Ausbildung zum ADTV Tanzlehrer außerdem noch Spezialausbildungen dazu, deren Inhalt im Rahmen des gegebenen Kataloges von verschiedenen Fachbereichen wählbar sind.
Die in der Ausbildungs- und Prüfungsordnung integrierten Rahmenpläne definieren die einzelnen Ausbildungsinhalte, wie sie sich auf die Dauer der Ausbildung verteilen.

Derzeit befinden sich 478 Auszubildende im ADTV. Sie sind als assoziierte Mitglieder in der Mitgliederversammlung redeberechtigt und werden im Präsidium vom Sprecher der Angestellten Tanzlehrer (AT), Stefan Thimm vertreten.

Moderation, Animation:

  • Events, Bälle, Feste, Stadtfeste
  • Partys, Shows, Auftritte

 

Berufsprofil

ADTV Tanzlehrer erteilen eigenständig Tanzunterricht entsprechend den jeweils auf ihre Tanzschüler zugeschnittenen Unterrichtsprogrammen – für Erwachsene und Jugendliche insbesondere auf dem Gebiet
der modernen Gesellschaftstänze.

Sie unterrichten vielfach auch Personengruppen wie Kinder und Senioren und besitzen Wahlqualifikationen in Tanzformen wie z.B. Party- und Modetänze, Kreis- und Linientänze, Folklore, Steptanz, HipHop, Videoclip-Tanzen und Behindertentanz. Sie fördern die kommunikativ, bewegungsorientiert und/oder gesundheitlich ausgerichtete Motivation ihrer Schüler durch eine ausgewogene Mischung an Berücksichtigung all dieser Aspekte in ihrer Unterrichtsgestaltung.

Zu ihren weiteren Aufgaben gehören das Vermitteln der gesellschaftlichen Umgangsformen, das Organisieren und Durchführen von Tanzveranstaltungen und Freizeitprogrammen wie auch das Erstellen von Konzepten, Regie-, Kurs- und Dienstplänen und das Erledigen von anfallenden organisatorischen Tätigkeiten und Verwaltungsarbeiten.

ADTV Tanzlehrer verfügen über eine hohe soziale, kommunikative und integrative Kompetenz und bedienen sich sowohl pädagogischer als auch psychologischer Aspekte in der Arbeit am Kunden.
Sie arbeiten gleichzeitig kunden-, projekt-, prozess- und ergebnisorientiert, dies meist im Team.

Organisieren und Planen von Veranstaltungen:

  • Motto Party, Ball, Fest Shows, Auftritte, Events
  • Musikauswahl, Dekoration
  • Bar, Catering

Zulassungsvorraussetzungen:

  • Mindestalter 18 Jahre bei Ausbildungsbeginn
  • Lebenslauf

Körperliche Anforderungen

  • Volle Funktionsfähigkeit und Belastbarkeit der Wirbelsäule
  • beider Hände, Arme und Beine
  • Koordinationsfähigkeit
  • Belastbarkeit der Stimme für Zurufe, Anweisungen und Erläuterungen
  • Sprachfehlerfreie Stimmlichkeit
  • Belastbares Herz-Kreislaufsystem
  • Intaktes Gleichgewicht
  • Seelische und nervliche Ausgeglichenheit

Kurzbeschreibung der Tätigkeiten

  • Assistieren und Unterrichten von Tanzkursen für Anfänger und Fortgeschrittene
  • Betreuen der Tanzschulbesucher
  • Eingehen auf Fähigkeiten und Leistungsvermögen der jugendlichen und erwachsenen Tanzschüler/innen
  • Sorgen dafür, dass Tanzschüler/innen weder unter- noch überfordert werden
  • Schaffen von Anreizen für schwache und begabte Tanzschüler/innen
  • Organisieren und Durchführen von geselligen Tanzveranstaltungen
  • Mitarbeiten bei Planung und Durchführen von Angeboten zur sonstigen Freizeitgestaltung
  • Mitarbeiten bei Auswahl und Gestaltung von Kostümen für z.B. Formationen
  • Mitarbeiten in der Verwaltung der Tanzschule

Das alles gehört zum Beruf dazu:

Umganz mit Menschen:

  • Kinder, Schüler, Jugendliche, Studenten
  • Paare, Ehepaare, Singles

Musik, Musik, Musik:

  • Tanzmusik, Rock, Pop, Schlager, Oldies
  • HipHop, Videoclip, Charts
  • Kindertanzmusik, Folklore, Bühnenmusik

Bewegung in alle Richtungen:

  • Gesellschaftstanz
  • Discofox, West Coast Swing, Boogie Woogie, Swing
  • Rock’n’Roll, Mambo, Salsa, Latinotänze
  • Tango Argentino, Tango Valse
  • HipHop, Breakdance, Streetdance
  • Videoclip, DiscoDance, Dancefloor, Modern Dance
  • Steptanz, Tap Dance, Irish Dance
  • Kindertanz, Seniorentanz, Rollstuhltanz

Kreative Arbeit:

  • Erstellen von Choreographien
  • Entwerfen von Kostümen
  • Dekoration für Partys, Bälle, Feste, Aufführungen
  • Gestaltung von Plakaten, Flyer, Handzette

Organisieren und Planen von Veranstaltungen:

  • Motto Party, Ball, Fest Shows, Auftritte, Events
  • Musikauswahl, Dekoration
  • Bar, Catering

Qualifikationsschwerpunkte:

  • Kundenorientierung, Sozialkompetenz, Kommunikationstechniken
  • Arbeitsorganisation, Betriebsabläufe, Verwaltung, Teamarbeit
  • Organisieren und Durchführen von Tanzunterricht, Planungskompetenz
  • Analyse und Koordinierung von Bewegungsabläufen, Lehr- und
    Lerntechniken
  • Freizeitgestaltung, Service- und Dienstleistung
  • Wahlqualifikationen aus allen Gebieten des Tanzens und Unterrichtens

Musik, Musik, Musik:

  • Tanzmusik, Rock, Pop, Schlager, Oldies
  • HipHop, Videoclip, Charts
  • Kindertanzmusik, Folklore, Bühnenmusik

Bewegung in alle Richtungen:

  • Gesellschaftstanz
  • Discofox, West Coast Swing, Boogie Woogie, Swing
  • Rock’n’Roll, Mambo, Salsa, Latinotänze
  • Tango Argentino, Tango Valse
  • HipHop, Breakdance, Streetdance
  • Videoclip, DiscoDance, Dancefloor, Modern Dance
  • Steptanz, Tap Dance, Irish Dance
  • Kindertanz, Seniorentanz, Rollstuhltanz

Kreative Arbeit:

  • Erstellen von Choreographien
  • Entwerfen von Kostümen
  • Dekoration für Partys, Bälle, Feste, Aufführungen
  • Gestaltung von Plakaten, Flyer, Handzette

Arbeitssituation:

  • Geregelte Arbeitszeit in einer Tanzschule mit Unterricht nach festgelegten Stundenplan, jedoch meist zu unüblichen Arbeitszeiten
  • Arbeit zumeist in den Nachmittags- und Abendstunden sowie am Wochenende
  • Überwiegend leichte körperliche Arbeit
  • Häufiges Wechseln zwischen Stehen und Vortanzen
  • Freizeitgestaltung, Service- und Dienstleistung
  • Ständiges Anpassen an und Eingehen auf neue Schüler(innen) in verschiedenen Alterstufen und mit unterschiedlichen Tanzkenntnissen

Interessen und Neigungen – förderlich

  • Freude an körperlicher Bewegung mit ästhetischem Anspruch
  • Freude an Musik
  • Neigung an pädagogisch-anleitendem Umgang mit Menschen
  • Gute sprachliche Ausdrucksfähigkeit
  • Räumliches Orientierungsvermögen
  • Geschick im Umgang mit Menschen, Geduld
  • Kontrollierte Kontaktfähigkeit (Kontaktfreude bei gebotener Distanz)
  • Gleichbleibende Aufmerksamkeit
  • Vorliebe für ein gepflegtes Aussehen, gute Umgangsformen

Interessen und Neigungen – eher nachteilig

  • Abneigung gegen Körperkontakt mit anderen Menschen
  • Abneigung gegen Teamarbeit
  • Abneigung gegen Arbeiten in geschlossenen Räumen
  • Abneigung gegen Planen und Organisieren
  • Abneigung gegen künstliches Dauerlicht

Wirtschaftliches Wissen erlernen

Die Fortbildungsmöglichkeit zum/zur Geprüften Fachwirt für Tanzschulen (IHK) / Geprüften Fachwirtin für Tanzschulen (IHK)

Der Erfolg einer ADTV-Tanzschule beruht auf zwei Pfeilern

1. Tänzerisch-pädagogisches Fachwissen

2. Wirtschaftliches Management-Fachwissen

Bisher gab es keine Möglichkeit das Wirtschaftliche Management spezifisch für Tanzschulen zu erlernen. Diese Lücke wurde nun geschlossen!

In der Fortbildung lernen Sie wie …

  • kaufmännische Aufgaben im Unternehmen qualifiziert ausgeführt werden können
  • Betriebe sich mit Hilfe von Marketing, Werbung und kundenorientierten Konzepten nach außen darstellen können
  • Unternehmensziele professionell entwickelt werden können
  • Mitarbeiter im Sinne der Unternehmensziele geführt werden können

Nutzen Sie ihre Chance zum beruflichen Aufstieg!

  • Sie können Tanzlehrer/in, Tanzschulinhaber/in oder Angestellte sein
  • Fachwirte müssen nicht zwingend eine Ausbildung zum ADTV-Tanzlehrer absolviert haben, solange sie sich auf den wirtschaftlichen Bereich der Tanzschule konzentrieren
  • Unternehmensziele professionell entwickelt werden können
  • Mitarbeiter im Sinne der Unternehmensziele geführt werden können

Als Fachwirt/in können Sie sich später zum/zur Gepr. Betriebswirt/in (IHK) weiter qualifizieren.

Langsamer Walzer

Um 1870 entwickelte sich in Amerika eine sanftere Form des Wiener Walzers, der unter dem Namen Boston bekannt wurde. Diese Version behielt die für den Wiener Walzer charakteristischen drehenden Figuren bei, wurde aber zu einem langsameren Tempo getanzt. Um 1920 entwickelte sich daraus in England der Langsame Walzer, der wegen seiner Herkunft auch „English Waltz“ genannt wird. Er gilt als der harmonischste Standardtanz und wird häufig zur Eröffnung von Tanzkursen und -veranstaltung getanzt. Der Langsame Walzer ist im ¾ Takt geschrieben und hat ca. 28-30 Takte/Minute.

Bekannte Titel:

  • „I wonder why“ / Curtis Stigers
  • „If you dont know me by now“ / Simply Red
  • „Take it to the limit“ / Eagles

Slowfox

Der im englischen Stil getanzte Slowfox ist charakterisiert durch lange, weite Schwünge und progressive Drehungen, die den gleichmäßigen Bewegungsfluss unterstützen.
Er benötigt bei seiner Ausführung viel Platz, daher ist er in der Öffentlichkeit kaum tanzbar. Auf Slowfox-Musik lässt sich jedoch jederzeit auch ein langsam getanzter Foxtrott, die Schritte vom Blues oder auch die der Karree-Rumba tanzen.

1924 trennte man die schnelle und die langsamen Form des Foxtrotts und nannte sie Quicktime Foxtrot und Slow Foxtrot. Heute unterscheidet man zwischen dem Foxtrott (Gesellschaftstanz im Welttanzprogramm, dem Slowfox (Standardtanz im englischen Stil, seit 1928 Turniertanz) und dem Quickstep (Standardtanz im englischen Stil, seit 1928 Turniertanz).

Getanzt wird der Slowfox im 4/4 Takt mit einem Tempo von 28 bis 30 Takten in der Minute. Tanzschritte bekommen einen Taktschlag oder zwei Taktschläge. Ein typischer Grundrhythmus ist “ langsam-schnell-schnell“.

Tango

Verheißung und Illusion, Liebe und Hass, Enttäuschung und Melancholie. Der Charakter des Tanzes ist weich, sentimental und verhalten oder schnell, dynamisch mit kurzen abrupten Bewegungen.
Dieser Tanz der Leidenschaft wird eng umschlungen getanzt. Immer wieder wird inne gehalten, was eine Spannung hervorruft, in der sich Musik und Tanz gegenseitig beeinflussen.
Der Tango lebt von der Spannung zwischen Dame und Herr, vom improvisierten Spiel ihrer Beine, die zärtlich streicheln und rasant hakeln können und von der Nähe und Distanz des Paares.

Es gibt grundsätzlich zwei große Stilrichtungen, den Tango Argentino und den Tango im Englischen Stil, der in der Turnierform seine Vollendung findet.
Tango kommt aus Argentinien, mit Ursprüngen in Kuba und Uruguay im 18. Jahrhundert. Der argentinische Tango entstand um 1880 in den Einwanderervierteln am Rio de la Plata,
an dessen Mündungsdelta Buenos Aires liegt, aus Habanera und Milonga, einer Mischung aus afro-kubanischer und europäischer Musik. Um die Jahrhundertwende wurde er zum Gesellschaftstanz.
Ende der 20er Jahre kam die Trennung in Tango Argentino und Tango des Englischen Stils. Noch in den 50er Jahren war Tango Turniertanz der Lateinamerikanischen Disziplin.

Heute unterscheidet man hauptsächlich den Tango im Englischen Stil/Gesellschaftstanzstil und den Tango Argentino.
Der Tango als Gesellschaftstanz wird meistens im 2/4 Takt gespielt.
Tanzschritte bekommen einen Taktschlag oder zwei Taktschläge. Ein typischer Grundrhythmus ist „schnell-schnell-langsam“

Quickstep

Der Quickstep ist die schnellere Variante des Foxtrott. Da der Quickstep im Gegensatz zum Foxtrott einer der fünf Turniertänze (Standard) ist, gibt es deutlich mehr technische Elemente und Figuren, dafür ist er tänzerisch auch etwas anspruchsvoller. Der Quickstep ist im 4/4-Takt geschrieben und hat ca. 50-54 Takte in der Minute.

Bekannte Titel:

  • „Nah neh nah“ / Vaya con dios
  • „“Puttin on the Ritz“ / z.B. Pasadena Roof Orchestra
  • „Lets face the music and dance“ / Nat King Cole
  • „Mr. Pinstripe Suite“ / Big Bad Voodoo Daddy

Wiener Walzer

Der Wiener Walzer ist der älteste, heute noch gebräuchliche Tanz. Seine Ursprünge reichen bis ins Mittelalter zurück, damals galt er als „Bauerntanz“ und wurde zeitweise vom Klerus verboten. Erst später wurde er zum Höfischen Tanz. Den Namen Wiener Walzer erhielt er, nachdem er am Ende des Wiener Kongresses im Jahre 1814/1815 von den dort versammelten Delegierten getanzt wurde. Als spöttischen Ausdruck, für die Dekadenz der damaligen diplomatischen „Praxis“ zahlreiche Bälle abzuhalten, prägte C. J. Fürst von Ligne im Hinblick auf den Wiener Kongress die Redewendung Der Kongress tanzt viel, aber er geht nicht weiter („Le congrès danse beaucoup, mais il ne marche pas“). Der Wiener Walzer wird heutzutage häufig für die Eröffnung besonders festlicher Anlässe gewählt, z.B. dem Wiener Opernball oder auch als Brautwalzer auf Hochzeiten. Der Wiener Walzer ist im ¾ Takt geschrieben und hat ca. 50-60 Takte/Minute.

Der Wiener Walzer ist das Glanzstück der Walzer: Kreisende Wogen von Tanzpaaren, erfasst vom Dreivierteltakt. Trotz seiner relativ hohen Geschwindigkeit strahlen die Bewegungen kaiserliche Erhabenheit aus. Er ist der älteste und traditionsreichste Gesellschaftstanz und hat seinen Glanz nie verloren. Selbst in Zeiten von Techno, HipHop und Co. ist der Wiener Walzer der Eröffnungstanz von Millionen Brautpaaren bei ihren Hochzeitsfeiern.
Die Anfänge des Walzers sind in den deutschen und österreichischen Bauerntänzen des Mittelalters zu finden.
Der Ausdruck „walzertanzen“ erklärt sich von der drehenden Bewegung der Füße am Boden. Der Walzer gilt als Träger der gesellschaftlichen Revolution. Der Wiener Walzer brachte ein Phänomen mit sich, das gerade angesichts der heutigen Tanzszene von Interesse ist: Erstmals in der Geschichte des europäischen Gesellschaftstanzes entstanden durch den Walzer frei tanzende Individuen, die sich in der ununterbrochenen Drehbewegung einer rauschartigen Tanzekstase hingaben. Der Wiener Walzer steht im 3/4 Takt. Es werden 60 Takte pro Minute getanzt – also pro Sekunde drei Schritte!

Bekannte Titel:

  • „Wiener Blut“, „Kaiserwalzer“, „An der schönen blauen Donau“ / Johann Strauss
  • „Die Moldau“ / Bedrich Smetana
  • „Der zweite Walzer“ / Dimitri Schostakowitsch
  • „Hijo de la luna“ / Mecano
  • „Piano Man“ / Billy Joel
  • „Nothing else matters“ / Metallica (Das ist kein Scherz!

Foxtrott

Entstanden ist der Foxtrott zwischen 1910 und 1915 in Nordamerika. Sowohl die tänzerischen Wurzeln als auch die Herkunft des Namens ist nicht eindeutig zu klären, da sich hier zahlreiche Quellen widersprechen. Der Foxtrott nahm Elemente des Ragtime, Onestep, Twostep sowie des von Vernon und Irene Castle choreografierten Castle Walk auf (jetzt wissen wir mehr :). Für den Namen gibt es zwei Erklärungen: Einmal Foxtrott Als Tiertanz (Fuchstrab) mit Holzschuhen zur Ragtimemusik getanzt – oder er geht auf den Schauspieler Harry Fox zurück, der für seine damals populäre Variete-Show „Harry Fox & the Zigfeld Follies“ Schritte aus Onestep und Castle Walk übernahm. Der Foxtrott ist im 4/4-Takt geschrieben und hat ca. 44-48 Takte in der Minute.

Bekannte Titel:

  • „Mack the knife“ / z.B. Robbie Williams
  • „Bacardi Feeling“ / Kate Yanai
  • „Mr. Sandman“ / z.B. Emmilou Harris

Cha Cha Cha

Der Cha Cha Cha ist der jüngste der heute populären Tänze. Er wurde in den 50er Jahren höchst wahrscheinlich von dem kubanischen Musiker Enrique Jorrin, einem Musikerkollegen von Tito Puente (einem der „Salsaväter“) erfunden. Er stellte zu dieser Zeit diese langsame Variante des Mambo vor, die jedoch mehr Schritte hat. Der Cha Cha Cha-Rhythmus ist in der Popmusik, vor allem seit dem neuen Latino-Boom, weit verbreitet. Bei Umfragen kommt der Cha Cha Cha meistens als beliebtester Tanz davon. Der Cha Cha Cha ist im 4/4-Takt geschrieben und hat ca. 30-34 Takte in der Minute.

Bekannte Titel:

  • „Oye como va“ / z.b. Santana (geschrieben von Tito Puente)
  • „Pata pata“ / Miriam Makeba
  • „I need to know“ / Marc Anthony
  • „Sex Bomb“ / Tom Jones
  • „Lets get loud“ / Jennifer Lopez

Samba

Ursprünglich ist Samba ein Sammelname für viele Tanzformen, die im 19. Jahrhundert von afrikanischen Sklaven aus dem Kongo, dem Sudan und Angola in ihre neue Heimat Brasilien gebracht wurden. Die Samba wurde bei den Bantus anlässlich der Kriegerweihe getanzt. Aus dem früheren Kreistanz entwickelte sich später ein Paartanz der sich allerdings erst in den 50er-Jahren in Europa etablieren konnte. Die Samba ist im 2/4-Takt geschrieben und hat ca. 50-60 Takte in der Minute.

Bekannte Titel:

  • „Volare“ / Gipsy Kings
  • „Aint it funny“ / Jennifer Lopez
  • „Magalenha“ / Sergio Mendez
  • „Demasiado Corazon“ / Mink de Ville

Rumba

Die genaue Herkunft der Rumba ist bis heute ungeklärt, sicher ist sie musikalisch und tänzerisch afrocubanischen Ursprungs. Ursprünglich war die Rumba ein rein rhythmischer Tanz, also nur mit afrikanischen und afrocubanischen Pekussionsinstrumenten gespielt. Später kamen europäische Melodieinstrumente hinzu. Eine Theorie besagt, dass die Rumba sich aus dem spanischem Fandango entwickelte. Als Modetanz kam die Rumba erstmals 1914 in New York auf. Rhythmisch vereinfacht gelangte sie 1931 auch nach Europa. In Deutschland wurde sie von den Nazis schließlich als „entartet“ verboten. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Rumba wieder entdeckt, allerdings in zwei vollkommen unterschiedlichen Variationen. Zum einen die amerikanisch beeinflusste Square- oder Carrée-Rumba, zum anderen die vom in England lebenden Franzosen Pierre Lavelle propagierte Rumba im kubanischen Stil. Dies führte Anfang der 70er Jahre zu heftigen Auseinandersetzungen (die so genannten Rumba-Kriege), welche Variante jetzt die Richtige sei. Schließlich wurden beide Varianten „zugelassen“. Im internationalen Tanzsport hat sich mittlerweile der kubanische Stil durchgesetzt. Die Square-Rumba wird in Europa kaum noch unterrichtet, in den USA ist sie jedoch noch weit verbreitet. Die Rumba ist im 4/4-Takt geschrieben und hat ca. 25-28 Takte in der Minute.

Bekannte Titel:

  • „Im not giving you up“, „Mas alla“ / Gloria Estefan
  • „Oye me“ / Monica Naranjo
  • „Goldeneye“ / Tina Turner
  • „Sacrifice“ / Elton John
  • „Fiesta“ / R. Kelly

Jive

Ursprünglich Jitterbug, (Zitterwanze) genannt, entstanden seine Vorläufer im New Yorker Stadtteil Harlem. Seine musikalische Wiege waren zu Beginn der 1930er Jahre Lindy Hop, Blues und Swing, in den 1940ern der Boogie-Woogie, in den 1950ern der RocknRoll. Die Bezeichnung Jitterbug geht zurück auf die gesprungenen Figuren und die improvisierte Tanzweise der Schwarzen aus Harlem. Amerikanische Soldaten brachten diese in den USA beheimateten Tänze um 1940 nach Europa, wo sie bei der Jugend schnell sehr beliebt wurden. Der Boogie wurde nach dem Krieg zur dominierenden Musik. Als „artfremder, ordinärer“ Tanz fand er aber nicht nur Freunde. Tanzpapst Alex Moore (dessen Buch über die Standardtänze auch heute noch maßgebend ist) äußerte sich, dass er nie zuvor etwas „gräßlicheres“ gesehen hatte. Englische Tanzlehrer entwickelten, mit etwas langsamerer Musik, den eleganten und doch lebendigen Jive. Umgangssprachlich bedeutet jive soviel wie „Blödsinn“ Der Jive ist im 4/4-Takt geschrieben und hat ca. 30-48 Takte in der Minute.

Bekannte Titel:

  • „Hit the Road, Jack“ / z.B. Buster Pointdexter
  • „Wake me up before you gogo“ / WHAM!
  • „Lets have a Party“ / Wanda Jackson
  • „Hey ya“ / The Outcast

Paso Doble

Wörtlich übersetzt bedeutet Paso Doble „Doppelschritt“ und beschreibt einen spanischen Paartanz mit einfachem Schrittmaterial auf Marschmusik. In stilisierter Form verbreitete sich dieser, auch in Lateinamerika anzutreffende Volkstanz, nach 1910 in anderen europäischen Ländern. Die Musik beinhaltet Elemente des Fandango und des Flamenco. Der Flamenco-Stil bildete sich im 19. Jahrhundert heraus. Der Paso Doble gilt als die tänzerische Interpretation des Stierkampfes, wobei der Herr den Torero darstellt, die Dame – je nach Figur – das rote Tuch (Muleta oder Capa), den Stier, einen zweiten Torero oder eine Flamencotänzerin. Der Tanz wurde in Paris in den zwanziger Jahren choreografiert, daher tragen die meisten Figuren französische Bezeichnungen. Heutzutage wird der Paso Doble vor Allem in Südfrankreich und Spanien getanzt.Für Freizeittänzer hat der Paso Doble bei uns kaum noch eine Bedeutung, da er weder musikalisch noch tänzerisch zeitgemäß ist; im Tanzsport gehört er nach wie vor zu den fünf lateinamerikanischen Tänzen. Bei Shows ist er jedoch sehr beliebt, da er als einziger Tanz auf ein Musikstück choreographiert ist; deswegen wird er fast immer auf den „Spanish Gypsy Dance“ oder „Espana Cani“ getanzt

Bekannte Titel:

  • „Espana Cani“ (Diesen Titel gibt es in ca. 156.349 verschiedenen Versionen, u.a. von den Brigachtäler Almdudlern, dem Tanzorchester der OPEC, Scooter und Motörhead)

Salsa / Mambo

Salsa / Mambo ist eine Mischung aus Tanzformen der europäischen, afrikanischen und indianischen Kultur. Vor allem spanische und französische Musik (Contredance) vermischte sich mit den afrikanischen Rhythmen der Yoruba, der Cucumí, der Bantu und der Conga.

Die wichtigsten Wurzeln sind:
1. Die Guajiras, eine Liedform der spanisch sprechenden Landbevölkerung Kubas
2. Der Son aus dem Osten Kubas
3. Danzon und Danza, den Gesellschaftstänzen der weißen Oberschicht
4. der afrokubanischen Rumba, hier vor allem Guaguanco (sprich Uawanko) und Yombó

Bereits in den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts trugen begabte kubanische Musiker diese Musik (Mambo) nach New York. Dort vermischte sie sich mit dem nordamerikanischen Jazz, dem Swing und dem Bebop.

Die Mambo Ära hatte ihren Hauptstützpunkt zu dieser Zeit in einem Tanzpalast auf dem New Yorker Broadway, dem „Palladium“. Noch heute wird eine der vielen Salsa-Stilrichtung „Palladium-Style“ (Klassischer Mambo) genannt. Durch die vielen Einwanderer aus den lateinamerikanischen Ländern wie Kuba, Puerto Rico, Dominikanische Republik, Venezuela, Kolumbien, Panama entstand in der Folgezeit – beginnend mit den 60er Jahren – ein neuer spezieller Latin Sound aus den traditionellen lateinamerikanischen Rhythmen gemixt mit Boogie, Swing, Rock & Roll etc. – die SALSA, die ihren Siegeszug mittlerweile um die gesamte Welt angetreten hat.

Stilrichtungen

Salsa ist einem sehr schnellen Wandel unterworfen, ständig strömen neue Einflüsse auf diesen Tanz ein und werden aufgenommen, so dass Salsa uns auch in Zukunft ständig ein neues Bild zeigen wird.
Es gibt grundsätzlich zwei große Stilrichtungen in Salsa: Der Cuban Style und der Puerto Rican Style. Beide Arten spielen das gleiche uralte Spiel des Eroberns und Erobert-Werdens.

Cuban Style

basiert auf seit- und kreisförmigen Bewegungen und Figuren. Im Cuban Style tanzt man überwiegend in Tanzhaltung und lässt selten eine Hand los. Die Figuren werden grundsätzlich „rund“ getanzt, dass heißt, das Paar dreht sich (ähnlich wie im Discofox) ständig im Raum. Es gibt sehr viele verschlungene Figuren, die viel tänzerisches Geschick von beiden Partnern fordern. Cuban Style ist auch die Grundlage der Rueda. Einer Tanzform, bei der sich viele Paare im Kreis aufstellen und auf Zuruf verschiedene Figuren tanzen und dabei die Partner wechseln.

Puerto Rican Style

basiert auf dem Mambo Grundschritt sowie Rock Steps. Der Puerto Rican Style ist grundsätzlich auf einer geraden Linie ausgerichtet. Der Herr „präsentiert“ seine Dame und gibt ihr viel „Handfreiheit“. So kann sie recht oft mit schönen Armbewegungen den Tanz ausschmücken (Ladies Styling). Manchmal lässt der Herr seine Dame auch ganz ohne Handhaltung und tanzt eigene Schrittkombinationen, den so genannten „Open Shines“, mit denen er die Zuschauer in den Bann ziehen will. Diese „Shines“ werden von der Dame „beantwortet“.

Weitere der vielen Salsa-Stilrichtungen:
New York Style

In New York sieht man eine unendlich große Vielfalt von Interpretationen, angefangen von Hip-Hop Einflüssen, über Flamenco, Tango Argentino, Hustle, Ballett ect.

L.A. Style

Im L.A. Style gibt es viel Akrobatik und eigenwillige Kreationen, ebenso beeinflusst von anderen süd- oder mittelamerikanischen Tänzen.

Bekannte Titel:

  • „La vida es un Carnaval“ / Celia Cruz
  • „Aicha“ / Africando Allstars
  • „Asi se goza“ / Isidro Infante
  • „Yo soy la muerte“ / El Gran Combo

Merengue

Etymologen (Sprachwissenschaftler) beschreiben den Ursprung der Merengue im Kreolischen Haiti. Dort wurde das Wort „Mereng“ für Musik und Tanz verwendet.
Merengue wurde um 1842 das erste Mal erwähnt, als eine kubanische Marschmusikband die „Upa Habanera“ in Puerto Rico das erste Mal spielte. Die Upa oder Urpa wurde später „Merengue“ genannt. Der Afro-Europäische Einfluss ist unübersehbar – ausladende Hüftbewegungen und mit „Ballroom-Haltung“. Bei der „High Society“ rief dieser Tanz, weil er erstens afrikanischen Ursprungs war und zweitens der Art, wie er getanzt wurde, und drittens wegen seiner vulgären und aufsässigen Texte große Empörung hervor, die sogar soweit ging, dass in Puerto Rico die Merengue per Gesetz mit schlimmen Sanktionen verboten wurde. Dort starb sie denn auch nach 40 Jahren aus.
Sie lebte und entwickelte sich aber weiter in der Dominikanischen Republik. Anfang des 20. Jahrhunderts versuchten gebildete Musiker die Merengue in den Ballsälen zu etablieren. Dies gelang jedoch erst, als Rafael Trujillo die Merengue in einer Wahlkampagne zu seiner Musik erwählte. Als dann auch noch eine aristokratische Familie in Santiago Luis Alberti, einen bekannten Musiker bat, zum 15. Geburtstag ihrer Tochter eine Merengue zu komponieren mit „feinem“ Text, die ein großer Hit wurde, begann der Siegeszug dieses Tanzes bis heute.
Am beliebtesten ist Merengue heute noch in der Dominikanischen Republik und dem Nachbarland Haiti. Man bezeichnet ihn als den Dominikanischen Nationaltanz. Die Dominikaner unterscheiden zwei Arten: Merengue de Salon, die nur in Tanzhaltung an der Stelle und mit vielen Drehungen in enger Tanzhaltung nach rechts und nach links getanzt wird und die Merengue de Figura, bei der viele Figuren und Unterarmdrehungen geführt werden für die Dame und den Herrn, bei der sich jedoch ebenfalls nicht aus der Tanzhaltung gelöst wird.

Bekannte Titel:

  • „Suavemente“ / Elvis Crespo
  • „El Tiburon“ / Proyecto Uno
  • „Hasta la Vista“ / CAribbean Project

Bachata

Der Ursprung des Bachata ist die Dominikanische Republik. Er ist aus dem Bolero entstanden, d.h. auf langsame Bachatas kann man auch Rumba oder Cha Cha Cha tanzen. Bachata ähnelt sehr stark der Jazzrichtung Blues. Bachata ist das erste Mal 1961 nach Trujillos Tod aufgenommen worden von Manuel Caderýn, also noch lange nicht so alt wie Merengue. Trujillo hatte sich der Bachata stets widersetzt und so konnten erst nach dessen Tod Aufnahmen von dieser Musik gemacht werden. Vorher bekannt als Ýbolero campesinoy bezeichnete der Begriff „Bachata“ ursprünglich eine einfache Party mit Gitarrenmusik. Diese Gitarrenmusik ist immer noch bezeichnend für Bachata und bestimmt ihre romantische Interpretationsweise. Bachata ist mit Merengue ein fester Bestandteil in der Salsa-Szene. Er basiert auf einer Seitbewegung mit einem Chassé offen oder geschlossen. Die Chassé-Bewegung wird mit der Merenguebewegung gemixt. Die Chassés können nach rechts oder links gedreht werden. Sehr häufig wird ein Takt nach rechts und danach sofort wieder nach links gedreht. Selbstverständlich können auch mehrere Takte in eine Richtung gedreht werden.

Bekannte Titel:

  • „Obsesion“, „Cuando Volveras“ / Aventura
  • „Nada de nada“ / Frank Reyes
  • „Eres mi vida“ / DLG